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aufzumschmauss
EIN NACHGIEBIGES MANIFEST
Wir manifestieren uns im hic et nunc, um morgen schon wieder ein neues Kapitel aufzuschlagen. Wir sind mehrheitlich korrekt und schreien deshalb auf der Bühne. Wir haben it sounds like Rita gegründet, um der Welt unseren Willen nicht aufzuzwingen. Wir lassen uns nicht produzieren, wir produzieren selber. Wir sind eher fragmentarisch und ironisch. Voll postmodern. Wir sind fünf weisse Mittelstandstöchter, die auch Kunst machen.
Unsere Schuhgrössen: 41; 40; 40; 39; 40.
Im heiteren Gewimmel verschafft sich Rita einen Platz, steht auf den Schemel und lädt ein:
Les reines prochaines, Chicks on Speed, Spartacus Chetwynd, Kathleen Hanna, Endo Anaconda, Gustav, Max Goldt, Stereo Total, Grosi Bachebach, Judith Butler, Schorsch Kamerun, Catull, Nina Hagen, Luther Blisset. Ein Hoch auf diese Menschen, gerne kochen wir für sie ein mehrtägiges Menü. Und speisen zusammen am langen Tisch.

Wir fordern Allianzen der Affinitäten. Und rufen auf zum Schmaus!

Geselligkeit steht ganz oben, denn die Antiesser und Fetthasser hetzen den Mob zur Effizienzoptimierung in allen Bereichen. Wir nehmen uns Zeit und zelebrieren das Zusammensein. Freude mit Freunden. Wir sind leidenschaftlich gerne eine Band und sitzen mit Passion im Kreis, essen, trinken, schwatzen. Wir lachen zusammen über Beuys und Jesus, über Virtuosen und Minimal Art, über Leute mit Arschgeweihen und gezupften Augenbrauen, über welche mit ungezupften Augenbrauen; am meisten aber über uns selber und die Ungeschicklichkeit. Naivität lassen wir nicht gelten.
Im Zweifelsfalle tragen wir Schnäuze und Kapuzen.
Und halten im Durcheinander der Identitäten fest an Rita. Wir sagen: Sein ist Mimikry und Maskerade. Und schlüpfen von Kleid zu Kleid und manchmal ist Haut mit dabei. Romantik und Punk, Seemannsgepolter, Brautschau und Kakophonie. Wieso sollten wir uns beschränken?
Wir tun nicht weil wir können, sondern weil wir wollen. Mehr ist nicht weniger, flüstert uns Robert Venturi zu.
Auf der Bühne getrauen wir uns etwas mehr als weniger, denn wir sind zu fünft und haben jede Menge Kabel, Kleider und Visuals. Auf Händen tragen wir feierlich den privaten Raum auf die Bühne und lassen ihn auf wackligen Beinen hin und her gehen. Wir freuen uns über alle „das könnte ich ja auch“ Gedanken und springen gemeinsam in den Pool der Möglichkeiten. Schimpfende Beliebigkeitsaufpasser am Rande haben jedoch nichts verloren.
Die Entgrenzung ist in vollem Gange, wir nehmen das gerne hin und mischen kräftig mit. In Zwischenräumen und Nischen fühlen wir uns wohl, treten mitunter auch ins Scheinwerferlicht. Wir sind gerne alleine und unter Leuten, wobei uns beides nervös macht. Wir suchen Freiraum. Zwischen Zeilen und Häuten. Und quälen uns dabei selbst ein wenig.
Da klopft uns Ute Lauterbach auf die Schultern und sagt: aus euch muss nichts werden, ihr seid ja schon.
Ja schon, sagen wir.